24 Werktage Mindesturlaub
§ 3 BUrlG gibt mindestens 24 Werktage bei einer Sechs-Tage-Woche. Das sind vier Wochen — bei der üblichen Fünf-Tage-Woche also 20 Urlaubstage. Der volle Anspruch entsteht nach sechs Monaten Betriebszugehörigkeit.
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Jeder Urlaubstag ist Geld wert. Land wählen, die Tage im Planer markieren und genau sehen, wie viel — nach dem 13-Wochen-Durchschnitt des Bundesurlaubsgesetzes.
Das Urlaubsentgelt ist die Fortzahlung Ihres Lohns während des Urlaubs — Sie bekommen das Geld, das Sie ohne Urlaub verdient hätten. Darauf haben Sie einen gesetzlichen Anspruch.
Das Urlaubsgeld ist etwas völlig anderes: eine zusätzliche Sonderzahlung obendrauf, freiwillig oder aus Tarifvertrag. Kein Gesetz verpflichtet dazu — wer keins bekommt, bekommt trotzdem sein volles Urlaubsentgelt.
Unten steht das gesetzliche Minimum. Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag dürfen mehr geben, nie weniger.
§ 3 BUrlG gibt mindestens 24 Werktage bei einer Sechs-Tage-Woche. Das sind vier Wochen — bei der üblichen Fünf-Tage-Woche also 20 Urlaubstage. Der volle Anspruch entsteht nach sechs Monaten Betriebszugehörigkeit.
§ 11 BUrlG bemisst das Urlaubsentgelt nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst der letzten 13 Wochen vor Urlaubsantritt. Verdienstkürzungen durch Kurzarbeit oder unverschuldete Fehlzeiten bleiben unberücksichtigt.
Ein zusätzliches Urlaubsgeld schuldet der Arbeitgeber nur, wenn Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung, Arbeitsvertrag oder betriebliche Übung es vorsehen. Es ist steuer- und sozialversicherungspflichtig wie normaler Lohn.
Für Jugendliche, Schwerbehinderte und viele Tarifbereiche gelten längere Ansprüche. Resturlaub verfällt in der Regel erst, wenn der Arbeitgeber rechtzeitig darauf hingewiesen hat.
Vier Schritte — nur der erste kostet Mühe.
Verdienst der letzten 13 Wochen zusammenzählen. Grundlohn, Zulagen und Zuschläge gehören dazu, die Vergütung für Überstunden nach § 11 BUrlG ausdrücklich nicht.
Auf eine Woche herunterrechnen. Die Summe durch 13 teilen ergibt den durchschnittlichen Wochenverdienst.
Auf einen Tag herunterrechnen. Den Wochenverdienst durch die Arbeitstage pro Woche teilen. 800 € Woche bei fünf Tagen ergeben 160 € je Urlaubstag.
Mit den Urlaubstagen multiplizieren. Zehn Tage zu 160 € sind 1.600 € Urlaubsentgelt — genau das, was Sie ohne Urlaub verdient hätten.
Der Mindesturlaub nach § 3 BUrlG, bevor Tarif- oder Arbeitsvertrag etwas drauflegen. Ihre Zeile leuchtet mit dem Rechner mit.
| Gearbeitete Monate | Erworbene Tage | Noch zu erwerben |
|---|---|---|
| 1 | 0,8 | 9,2 |
| 2 | 1,7 | 8,3 |
| 3 | 2,5 | 7,5 |
| 4 | 3,3 | 6,7 |
| 5 | 4,2 | 5,8 |
| 6 | 5 | 5 |
| 7 | 5,8 | 4,2 |
| 8 | 6,7 | 3,3 |
| 9 | 7,5 | 2,5 |
| 10 | 8,3 | 1,7 |
| 11 | 9,2 | 0,8 |
| 12 | 10 | 0 |
| Arbeitstage pro Woche | Anspruch in Wochen | Urlaubstage pro Jahr | Nach 6 Monaten |
|---|---|---|---|
| 1 | 5,6 | 5,6 | 2,8 |
| 2 | 5,6 | 11,2 | 5,6 |
| 3 | 5,6 | 16,8 | 8,4 |
| 4 | 5,6 | 22,4 | 11,2 |
| 5 | 5,6 | 28 | 14 |
| 6 | 5,6 | 28 | 14 |
| Unentschuldigte Fehltage | Urlaubstage | Auszahlbar (1/3) | Ruhetage |
|---|---|---|---|
| Bis 5 Fehltage — 30 Urlaubstage | 3 | 1 | 2 |
| 6 bis 14 Fehltage — 24 Tage | 24 | 8 | 16 |
| 15 bis 23 Fehltage — 18 Tage | 18 | 6 | 12 |
| 24 bis 32 Fehltage — 12 Tage | 12 | 4 | 8 |
| Mehr als 32 Fehltage — kein Urlaubsanspruch |
Vier Wochen sind das gesetzliche Minimum. Üblich sind in Deutschland 28 bis 30 Urlaubstage aus Tarif- oder Arbeitsvertrag — das ist mehr und bleibt maßgeblich.
Wer an einem gesetzlichen Feiertag arbeitet, bekommt drei mögliche Antworten — und nur eine davon steht im Gesetz.
Das Arbeitszeitgesetz kennt keinen gesetzlichen Feiertagszuschlag. Ohne Tarifvertrag oder Vereinbarung wird der Feiertag wie ein normaler Arbeitstag vergütet.
Tarifverträge sehen häufig 100 bis 150 Prozent Feiertagszuschlag vor. Bis zu 125 Prozent des Grundlohns sind solche Zuschläge nach § 3b EStG steuerfrei — an Weihnachten sogar bis 150 Prozent.
Wer an einem Sonn- oder Feiertag arbeitet, hat nach § 11 ArbZG Anspruch auf einen Ersatzruhetag — bei Feiertagen innerhalb von acht Wochen.
Die Feiertagsstunden zählen weiter zur wöchentlichen Höchstarbeitszeit und zur Überstundenrechnung des Zeitraums.
Vor der Urlaubsplanung sehen, was auf dem Konto landet — und ob die Resttage reichen.
Schichtzulagen, Provisionen und Zuschläge machen den 13-Wochen-Durchschnitt zur häufigsten Fehlerquelle beim Urlaubsentgelt.
Vor dem Abrechnungslauf gegenrechnen und prüfen, ob der gewährte Anspruch über dem gesetzlichen Minimum liegt.
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Teilen und multiplizieren kann jeder. Schwierig ist, den Verdienst der letzten 13 Wochen sauber zusammenzubekommen. Die Urlaubs- und Abwesenheitsverwaltung von WebWork führt diese Historie automatisch mit — aus der Berechnung wird ein Nachschlagen.
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