Was ist freiwillige Freistellung?
Freiwillige Freistellung, manchmal auch als VTO bezeichnet, ist eine Form der Auszeit, die ein Unternehmen seinen Mitarbeitenden anbieten kann, wenn vorübergehend keine Arbeit anfällt. In der Regel ist diese Freistellung unbezahlt, hat jedoch keinerlei negative Konsequenzen für die betroffenen Personen. Viele Unternehmen ermutigen ihre Mitarbeitenden sogar aktiv dazu, VTO zu nutzen – schließlich lassen sich damit Lohnkosten einsparen.
Welche Vorteile hat freiwillige Freistellung für ein Unternehmen?
Der größte Vorteil der freiwilligen Freistellung liegt in der Kostenentlastung bei der Gehaltsabrechnung – besonders dann, wenn ein Unternehmen zu viele Mitarbeitende für die aktuelle Auftragslage hat. Gibt es schlicht nichts zu tun, können Führungskräfte ihrem Team freiwillig Auszeit anbieten und so übermäßige Leerlaufzeiten sowie die damit verbundenen Mehrkosten vermeiden.
Langfristig kann freiwillige Freistellung außerdem dazu beitragen, Entlassungen zu verhindern, wenn ein Unternehmen über einen längeren Zeitraum mit reduzierter Arbeitslast konfrontiert ist.
Wie lässt sich freiwillige Freistellung im Unternehmen nachverfolgen?
Um freiwillige Freistellungen im Team zu erfassen, empfiehlt sich der Einsatz eines Zeiterfassungssystems. Eine App wie WebWork ermöglicht es, VTO gezielt zu verwalten, indem verschiedene Abwesenheitsrichtlinien über das integrierte Abwesenheitsmanagement eingerichtet werden. So behält man stets den Überblick über die Urlaubsguthaben aller Mitarbeitenden – von der freiwilligen Freistellung bis hin zu verschiedenen Formen von bezahltem Urlaub.
Was sind die Nachteile freiwilliger Freistellung?
Der größte Nachteil von VTO ist, dass Mitarbeitende dadurch spürbar weniger verdienen können. Das kann das Ansehen des Unternehmens beschädigen – vor allem dann, wenn zwischen dem versprochenen und dem tatsächlich ausgezahlten Gehalt eine deutliche Lücke klafft.
Hinzu kommt: Nehmen Mitarbeitende die angebotene Freistellung nicht in Anspruch, müssen sie trotzdem bezahlt werden – selbst wenn es keine Aufgaben für sie gibt.
Freiwillige Freistellung eignet sich daher am besten als kurzfristiges Mittel zur Kostensenkung in ungeplanten Phasen mit geringer Auslastung.
Sind freiwillige Freistellung und Ehrenamtsurlaub dasselbe?
Nein, freiwillige Freistellung und Ehrenamtsurlaub sind zwei unterschiedliche Konzepte – auch wenn die englischen Begriffe sich zum Verwechseln ähnlich sind. Freiwillige Freistellung ist unbezahlte Auszeit, die ein Unternehmen anbietet, wenn keine Arbeit vorhanden ist. Ehrenamtsurlaub hingegen bezeichnet bezahlte Freizeit, die Unternehmen ihren Mitarbeitenden gewähren, damit diese sich ehrenamtlich engagieren können.