Remote Work – das Buzzword der modernen Arbeitswelt. In kaum einer beruflichen Diskussion, auf kaum einer Plattform bleibt es unerwähnt (LinkedIn, du weißt, wen wir meinen).

Aber es ist aus gutem Grund in aller Munde. Remote Work war die Antwort auf den eintönigen 9-to-5-Alltag mit stressigen Morgen, langen Pendelzeiten und erschöpften Abenden. Plötzlich mussten Menschen nicht mehr pendeln, nicht mehr körperlich im Büro anwesend sein, kein Geld mehr für Mittagessen oder Parkplätze ausgeben – stattdessen konnten sie von überall aus arbeiten.

Das bedeutete örtliche Unabhängigkeit, zum Beispiel die Arbeit von zu Hause, eine bessere Work-Life-Balance, gesteigerte Produktivität und viele weitere Vorteile.

Auch wenn Remote Work in gewisser Weise durch die Pandemie groß wurde, ist es eines der wenigen positiven Dinge, die von ihr übrig geblieben sind.

Vor der Pandemie hätte sich kaum jemand vorstellen können, von zu Hause arbeiten zu dürfen – selbst wenn das Büro nur ein paar Straßen entfernt war. Und Arbeitgeber wären nicht bereit gewesen, ihren Mitarbeitenden so viel Autonomie zu geben und darauf zu vertrauen, dass sie die gleiche Arbeit aus der Ferne erledigen.

Doch die Pandemie hat das Gegenteil bewiesen.

Sie hat gezeigt, dass Remote Work äußerst effektiv sein kann. So effektiv, dass die Vorteile die eines klassischen Bürojobs bei weitem überwiegen.

Schauen wir uns diese Vorteile genauer an.

Vorteile von Remote Work für Mitarbeitende

Vor allem Mitarbeitende profitieren von Remote Work. Wenig überraschend beziehen sich die größten Vorteile auf zeitliche und örtliche Freiheit.

1. Zeitliche Flexibilität

In einer Studie von Buffer gaben 67 Prozent der Befragten an, dass zeitliche Flexibilität ihr größter Vorteil von Remote Work ist.

Das überrascht kaum. Wer remote arbeitet, spart Zeit – und zwar so viel, dass es laut Global Workplace Analytics im Durchschnitt 11 Arbeitstagen pro Jahr entsprechen kann.

Beim Remote Work ist es vor allem der wegfallende Arbeitsweg, der den meisten Mitarbeitenden die meiste Zeit spart. Statt ein bis zwei Stunden im Auto zu sitzen oder auf den Bus zu warten, können sie pünktlich oder sogar früher mit der Arbeit beginnen.

Die eingesparte Pendelzeit kommt dem Privatleben zugute. Morgens bleibt Zeit für eine entspannte Morgenroutine, abends kann man direkt nach Feierabend in den Freizeitmodus wechseln. Manche nutzen die gewonnene Zeit für ausreichend Schlaf, andere für ihre Hobbys.

2. Freiheit bei der Wahl des Arbeitsorts

In derselben Buffer-Studie nannten 62 Prozent die örtliche Flexibilität als zweiten großen Vorteil. Statt ans Büro gebunden zu sein, können Mitarbeitende von überall arbeiten – manche bevorzugen das Homeoffice, andere arbeiten am liebsten beim Reisen.

Man stelle sich nur die persönliche Freiheit vor, die diese örtliche Unabhängigkeit mit sich bringt. Menschen müssen nicht mehr in eine andere Stadt ziehen, um einem gut bezahlten Job nachzugehen. Und wer gerne reist, muss das nicht mehr zugunsten der Arbeit aufgeben.

Kurz gesagt: Remote Work ermöglicht es, das Leben wirklich zu erleben. Es löst das moderne Problem, für die Arbeit zu leben, und macht daraus ein Arbeiten, um zu leben.

3. Finanzielle Einsparungen

Remote Work lohnt sich auch finanziell. Man denke nur an das Geld, das Mitarbeitende täglich für Mittagessen, Benzin und Parkplätze ausgeben. Wer von zu Hause arbeitet, spart schätzungsweise zwischen 600 und 6.000 US-Dollar pro Jahr – allein dadurch, dass der tägliche Weg ins Büro entfällt.

Laut Schätzungen geben Mitarbeitende zwischen 2.000 und 5.000 US-Dollar für Mittagessen und den Arbeitsweg aus. Im Homeoffice fällt dieser Betrag einfach weg.

Diese Einsparungen kommen übrigens auch der Umwelt zugute – dazu gleich mehr.

4. Bessere körperliche und mentale Gesundheit

Im Homeoffice sind Mitarbeitende weniger Stress ausgesetzt und erkranken seltener. Denn remote zu arbeiten bedeutet, sich in einer vertrauten Umgebung wohler zu fühlen, in Pausen Sport zu machen und mehr Zeit mit der Familie und sich selbst zu verbringen.

Seien wir ehrlich: Im Büro steht man einfach nicht auf, um ein bisschen zu dehnen. Technisch wäre es möglich, aber die meisten tun es nicht. Zu Hause hingegen kann man machen, was man möchte, wann man möchte – weil man sich eben zu Hause fühlt.

Auch beim Essen punktet das Homeoffice: Selbst gekochtes Essen ist deutlich gesünder als Fast Food auf die Schnelle – ein zusätzlicher Pluspunkt für die Gesundheit.

Darüber hinaus können Mitarbeitende aktiv etwas für ihre mentale Gesundheit tun – sei es ein Spaziergang an der frischen Luft oder Zeit mit Haustieren und der Familie.

Vorteile von Remote Work für Arbeitgeber

1. Rentabilität

Laut Global Workplace Analytics können Unternehmen durchschnittlich 11.000 US-Dollar pro Jahr und Teilzeit-Remote-Mitarbeitendem einsparen. Das liegt hauptsächlich an reduzierten Immobilienkosten, niedrigeren Betriebskosten sowie weniger Fehlzeiten und Fluktuation.

Unternehmen mit einer Remote-First-Strategie können auf große Büroflächen verzichten, da die meisten Mitarbeitenden von zu Hause arbeiten. Ein Büro für gelegentliche Treffen oder für jene, die lieber vor Ort arbeiten, bleibt natürlich sinnvoll.

2. Gesteigerte Produktivität

Aus den Vorteilen für Mitarbeitende ergibt sich logischerweise, dass das Wohlbefinden der Mitarbeitenden auch das Unternehmen positiv beeinflusst.

Denn gesunde und zufriedene Mitarbeitende sind produktive Mitarbeitende.

Individuelle Leistungssteigerung führt langfristig zu hoher Performance im gesamten Unternehmen – und damit steigt auch die Gesamtproduktivität.

Passend dazu: Lies unseren Artikel über Tools, die Remote Work effektiver machen.

Weitere Vorteile von Remote Work

1. Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks

Es ist kein Geheimnis, dass der Verkehr die größte Quelle von CO₂- und Treibhausgasemissionen ist.

Man stelle sich vor, dieser Anteil würde sich halbieren – welch enormer Effekt das wäre. Genau das leistet Remote Work. Schätzungen zufolge kann der Wechsel zu Remote Work zu einer Reduzierung des Autoverkehrs um 75 % führen, was wiederum die Emissionen erheblich senken würde.

2. Weniger Abfall

Wer nicht ins Büro pendelt, verbraucht weniger Plastik, weniger Papier und produziert insgesamt weniger Müll. Wer von zu Hause arbeitet, greift außerdem seltener auf Einwegprodukte, Kraftstoff, Fast Food und andere kurzlebige Konsumgüter zurück.

3. Inklusion

Remote Work bietet die Möglichkeit, den Fokus auf Ergebnisse zu legen – unabhängig davon, wie oder wann Mitarbeitende arbeiten. Was zählt, ist das Ergebnis, nicht das Aussehen, die Arbeitsweise oder andere persönliche Merkmale.

Da Remote Work ortsunabhängiges Arbeiten ermöglicht, hat jede Person – egal wo auf der Welt – die gleichen Chancen, eingestellt zu werden. Ergänzend dazu kann der Einsatz eines Remote-Desktop-Management-Tools die Effizienz weiter steigern. Diese Software ermöglicht es Mitarbeitenden, sicher von überall auf ihre Arbeitsrechner zuzugreifen – für reibungslose Zusammenarbeit und schnelle Problemlösung, auch wenn man kilometerweit vom Büro entfernt ist.

Neben der örtlichen Unabhängigkeit spielt auch asynchrones Arbeiten eine wichtige Rolle. Mitarbeitende, die mehr kognitive Verarbeitungszeit benötigen, profitieren ebenfalls stark von Remote Work. Wenn ein Unternehmen asynchrone Arbeitsprozesse unterstützt, können sie in ihrem eigenen Tempo arbeiten und trotzdem gleichwertige Ergebnisse liefern.

Fazit

Remote Work verändert grundlegend, wie wir arbeiten und wie wir Arbeit verstehen. Es macht den Arbeitsprozess angenehmer und passt ihn unseren individuellen Bedürfnissen an. Besonders gut eignet es sich, um dem eintönigen 9-to-5-Alltag zu entkommen. Wie wir gesehen haben, profitieren Mitarbeitende vor allem von zeitlicher Flexibilität und örtlicher Unabhängigkeit, während Arbeitgeber von gesteigerter Rentabilität profitieren. Doch die Vorteile gehen weit darüber hinaus – sie reichen bis hin zu echten Verbesserungen für die Umwelt.

Wenn du dich für Remote Work entschieden hast, hol dir WebWork Time Tracker und genieße das ortsunabhängige Arbeiten in vollen Zügen.

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