Die Zeit nach der Pandemie hat weltweit einen regelrechten Boom der Remotearbeit ausgelöst. Nachdem Mitarbeitende die Vorteile selbst erlebt haben, wollen heute rund 98 % von ihnen zumindest teilweise weiterhin remote arbeiten.
Viele Arbeitgeber kommen diesem Wunsch nach – doch ganz reibungslos läuft es nicht. Remotearbeit hat auch ihre Schattenseiten. Wer nicht aufpasst, riskiert, dass die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden darunter leidet, die Motivation sinkt und die Produktivität nachlässt.
In diesem Artikel beleuchten wir die Vor- und Nachteile von Remotearbeit für das Wohlbefinden von Mitarbeitenden. Außerdem zeigen wir, wie eine Kombination aus Remote- und Büroarbeit die psychische Gesundheit stärken und die Leistung steigern kann – damit du die optimale Balance für dein Team findest.
Was ist die psychische Gesundheit von Mitarbeitenden – und was hat Remotearbeit damit zu tun?
Die psychische Gesundheit von Mitarbeitenden beschreibt, wie sie denken, fühlen und sich bei der Arbeit verhalten – und letztlich auch im Privatleben. Eine gute psychische Gesundheit ist entscheidend dafür, dass Mitarbeitende produktiv arbeiten, mit Stress umgehen und zum Unternehmenserfolg beitragen können.
So beeinflusst Remotearbeit verschiedene Aspekte der psychischen Gesundheit:
- Work-Life-Balance: Beeinflusst die Fähigkeit von Mitarbeitenden, berufliche Pflichten mit persönlichen Verpflichtungen, Hobbys und ihrem Lebensstil zu vereinbaren.
- Zwischenmenschliche Beziehungen: Spielt eine Rolle dabei, wie Mitarbeitende Beziehungen zu Führungskräften aufbauen, sich mit Kolleginnen und Kollegen vernetzen und ein Zugehörigkeitsgefühl im Team entwickeln.
- Körperliche Gesundheit: Bestimmt, inwieweit Mitarbeitende ihr körperliches Wohlbefinden fördern können – etwa durch Bewegung, ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung. All das steht in engem Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit.
- Stressbewältigung: Beeinflusst die Fähigkeit von Mitarbeitenden, mit arbeitsbedingten Belastungen wie Deadlines, hoher Arbeitsbelastung oder zwischenmenschlichen Konflikten umzugehen und bei Bedarf Unterstützung zu finden.
- Psychisches Wohlbefinden: Trägt zum allgemeinen Gemütszustand bei und dazu, Depressionen, Angstzustände und Burnout vorzubeugen.
Die Vorteile von Remotearbeit für die psychische Gesundheit
So kann Remotearbeit die psychische Gesundheit von Mitarbeitenden positiv beeinflussen.
Weniger Stress durch den Wegfall des Pendelns
Mal ehrlich – niemand verbringt gerne Stunden im Berufsverkehr. Überfüllte Busse und Bahnen, verstopfte Straßen sowie Lärm- und Luftverschmutzung machen den Start in den Arbeitstag unnötig anstrengend. Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass Menschen, die mit dem Auto pendeln oder lange Fahrzeiten auf sich nehmen, über eine schlechtere psychische Gesundheit berichten.
Zeit und Geld sparen
Wusstest du, dass Mitarbeitende bis zu 6.000 Dollar im Jahr für Fahrtkosten, Parkgebühren und Essen ausgeben? Und das zusätzlich zu den Kosten für Verpflegung und Energie zu Hause. Global Workplace Analytics hat ermittelt, dass Mitarbeitende, die nur die Hälfte ihrer Arbeitszeit remote arbeiten, bis zu 11 Arbeitstage einsparen.
Bessere Work-Life-Balance
Remotearbeit gibt Mitarbeitenden mehr zeitliche Flexibilität, sodass sie berufliche und private Verpflichtungen besser unter einen Hut bringen können – ohne bei einem der beiden Bereiche Abstriche machen zu müssen und vor allem ohne unnötigen Stress.
Darüber hinaus bleibt mehr Raum für Interessen und Hobbys, die Freude und Erfüllung bringen. Eine Umfrage ergab, dass 91 % der Beschäftigten seit der Umstellung auf Remotearbeit eine bessere Work-Life-Balance wahrnehmen. 22 % waren mit ihrer Arbeit zufriedener als Vollzeit-Bürokräfte.
Mehr Eigenverantwortung und Selbstbestimmung
Remotearbeit gibt Mitarbeitenden in der Regel ein hohes Maß an Kontrolle darüber, wo, wann und wie sie arbeiten. Sie können ihre Arbeitsumgebung nach eigenen Vorstellungen gestalten, von zu Hause, einem Café oder sogar aus dem Ausland arbeiten und Aufgaben in ihrem eigenen Tempo erledigen – solange die Deadlines eingehalten werden.
Das reduziert nicht nur Stress: Studien zeigen außerdem, dass das Gefühl von Selbstbestimmung einer der stärksten Treiber für Arbeitszufriedenheit ist.
Positive Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit
Wer remote arbeitet, nimmt sich häufiger die Zeit zum Dehnen, für Sport, frische Luft und das Zubereiten gesunder Mahlzeiten. Ein gesünderer Lebensstil stärkt die körperliche Gesundheit, reduziert Stress und wirkt sich positiv auf das allgemeine psychische Wohlbefinden aus.
Die Herausforderungen von Remotearbeit für die psychische Gesundheit
Trotz ihrer vielen Vorteile kann Remotearbeit auch negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Mitarbeitenden haben.
Isolation und Einsamkeit
Remotearbeit reduziert den Kontakt zwischen Mitarbeitenden untereinander sowie zu Führungskräften – auch beiläufige Begegnungen fallen weg. Keine gemeinsamen Kaffeepausen, kein kurzer Plausch am Kopierer, keine persönliche Konfliktlösung. Das kann zu Einsamkeit und dem Gefühl der Isolation führen. In einer Umfrage gaben tatsächlich 23 % der Remote-Beschäftigten an, unter Einsamkeit zu leiden.
Verschwimmende Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben
In derselben Umfrage sagten 71 % der Befragten, dass es ihnen schwerfällt, im Homeoffice klare Grenzen zu setzen. Ohne eine deutliche Trennung zwischen Arbeits- und Privatraum fällt es vielen schwer, wirklich abzuschalten. Die Folge: längere Arbeitszeiten und ein erhöhtes Burnout-Risiko.
Fehlende Struktur
Wer remote arbeitet – besonders ohne eigenes Arbeitszimmer oder Zugang zu einem Coworking Space – tut sich oft schwer damit, motiviert zu bleiben und seine Zeit produktiv einzuteilen, wenn die gewohnte Bürostruktur fehlt. Das kann zu Leistungseinbußen führen, die wiederum das Selbstvertrauen und die Motivation beeinträchtigen. Mit Apps wie NearU lassen sich Coworking Spaces mittlerweile aber deutlich einfacher finden. Wer also Schwierigkeiten hat, eine förderliche Arbeitsumgebung zu schaffen, kann unkompliziert einen Coworking Space in der Nähe suchen, um Produktivität und Fokus zu steigern.
Körperliche Beschwerden
Viele Unternehmen stellen ihren Mitarbeitenden ergonomisch eingerichtete Arbeitsplätze zur Verfügung – mit passenden Stühlen, augenschonenden Monitoren auf Augenhöhe, höhenverstellbaren Schreibtischen und mehr. Im Homeoffice fehlen diese Voraussetzungen oft. Das kann zu Muskel-Skelett-Problemen wie Rücken- und Nackenschmerzen, Augenmüdigkeit und Kopfschmerzen sowie anderen gesundheitlichen Beschwerden führen, die Stress und Unwohlsein verursachen.
Die richtige Balance zwischen Homeoffice und Büro finden – mit WebWork Time Tracker
In einer aktuellen Umfrage gaben fast die Hälfte von 5.600 Beschäftigten an, ein hybrides Arbeitsmodell zu bevorzugen – eine Kombination aus Remote- und Büroarbeit, um das Beste aus beiden Welten zu vereinen.
Rund 70 % der Arbeitgeber haben hybrides Arbeiten bereits eingeführt. Plattformen wie WebWork Tracker unterstützen sie dabei, diesen Wandel erfolgreich zu gestalten – und gleichzeitig die psychische Gesundheit und die Leistung ihrer Mitarbeitenden zu fördern.
WebWork bietet eine Reihe von Produktivitätswerkzeugen – von der Erfassung von Arbeitszeiten und Aktivitätsniveaus bis hin zur Überwachung genutzter Apps und besuchter Websites. Diese Funktionen helfen dabei, Mitarbeitende zu erkennen, die möglicherweise mit ihrer Motivation kämpfen, und ihnen gezielt zusätzliche Unterstützung anzubieten.
Die Aufgabenverwaltung der Software hilft außerdem dabei, Arbeitspensum und Fortschritte im Blick zu behalten und Überlastung vorzubeugen. Die Zeiterfassung und Anwesenheitskontrolle stellt sicher, dass auch remote arbeitende Mitarbeitende ausreichend Erholungszeiten einhalten.
Darüber hinaus helfen die Chat- und Videomeeting-Funktionen der Plattform dabei, remote arbeitende Mitarbeitende mit ihren Kolleginnen und Kollegen vernetzt zu halten, sozialer Isolation entgegenzuwirken und von überall ein Gefühl von Unterstützung und Gemeinschaft zu schaffen.
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