Software as a Service – kurz SaaS – ist weltweit zunehmend das beliebteste Softwarelizenzierungsmodell. Die Vorteile dieses Modells – sowohl für Kunden als auch für Entwickler – haben maßgeblich zu seiner wachsenden Verbreitung beigetragen.

SaaS-Produkte bieten Verbrauchern im Vergleich zur klassischen Lizenzsoftware eine deutlich niedrigere Einstiegshürde. Anstatt Hunderte oder Tausende von Euro für eine App auf einmal auszugeben, zahlt man einen überschaubaren monatlichen Betrag – und profitiert gleichzeitig von regelmäßigen Updates des Anbieters.

Für Entwickler sind die Vorteile von SaaS sogar noch offensichtlicher: Man erhält einen kontinuierlichen Strom wiederkehrender Einnahmen, der dem Team eine solide finanzielle Basis verschafft.

Wer eine Idee für ein solches Produkt hat und in die Liga erfolgreicher SaaS-Anbieter wie Google oder SalesForce aufsteigen möchte, braucht qualifizierte Entwickler. Dieser Prozess ist allerdings nicht ohne Tücken – besonders wenn man nicht weiß, worauf man achten soll. In diesem Artikel gehen wir auf die Fähigkeiten ein, die qualifizierte SaaS-Entwickler mitbringen sollten, welche Rollen und Aufgaben diese Fachkräfte übernehmen können, und wie man SaaS-Entwickler findet, die wirklich top sind.

Fähigkeiten, Rollen und Aufgaben eines SaaS-Entwicklers

Die Hauptaufgabe eines SaaS-Entwicklers besteht darin, Software zu entwickeln und zu pflegen. Das kann für verschiedene Plattformen gelten, wobei in den meisten Fällen Desktop-Anwendungen im Mittelpunkt stehen. Schauen wir uns die Verantwortlichkeiten eines SaaS-Software-Entwicklungsingenieurs nun genauer an.

Aufgaben

Ein SaaS-Softwareentwickler muss in der Lage sein, folgende Aufgaben zu übernehmen:

  • Die Anforderungen des Kunden analysieren
  • Einen ersten Prototyp der App auf Basis der definierten Ziele erstellen
  • Den Prototyp anhand von Kundenfeedback auf ein hohes Qualitätsniveau bringen
  • Die Zuverlässigkeit der App über ihren gesamten Lebenszyklus und bei Updates sicherstellen

Rollen

Die Rollen, die SaaS-Entwickler in ihren Projekten übernehmen, können sehr unterschiedlich sein. Manchmal geht es darum, Code zu analysieren und auf bugs zu prüfen. In anderen Fällen müssen komplexe Funktionen nach Kundenvorgaben umgesetzt werden. Umso wichtiger ist es, talentierte SaaS-Entwickler für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Sie müssen mit einer Vielzahl von Tools vertraut sein – etwa einem Mockup-Generator – und bereit sein, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Technische Kenntnisse

Ein erfahrener SaaS-Entwicklungsingenieur sollte möglichst viele Programmiersprachen beherrschen und darüber hinaus mit einer Vielzahl von Entwicklungs- und Software-Engineering-Konzepten vertraut sein. Zu den wichtigsten gehören:

  • Java
  • JavaScript
  • Python
  • Ruby on Rails
  • GitHub
  • Django
  • Hadoop
  • Big Data
  • DevOps
  • Spark
  • Agile Softwareentwicklung
  • SQL
  • MongoDB
  • Das .NET Framework
  • Node.JS
  • Netzwerksicherheit

Technische Kenntnisse

Warum qualifizierte SaaS-Entwickler so wichtig für dein Unternehmen sind

Erfahrene SaaS-Entwickler helfen dir dabei, dein Angebot auf ein profitableres Lizenzierungsmodell umzustellen. Mit ihrer Unterstützung kannst du stabile wiederkehrende Einnahmen generieren und deinen Kunden gleichzeitig ein besseres Nutzungserlebnis bieten. Dank SaaS-Entwicklern bist du außerdem in der Lage, dein Produkt häufiger zu aktualisieren – ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz.

Wenn du über die Einstellung von SaaS-Entwicklern nachdenkst, fragst du dich vielleicht, wo du diese Fachleute überhaupt findest. Genau das schauen wir uns im nächsten Abschnitt an.

Wo findet man SaaS-Entwickler?

SaaS-Entwicklungsingenieure sind sowohl auf Freelance-Plattformen wie Upwork oder Fiverr als auch in spezialisierten Softwareentwicklungsunternehmen zu finden. Alternativ kannst du auch ein ganzes Team von SaaS-Entwicklern auslagern. Jede dieser Optionen hat ihre Vor- und Nachteile – generell wird jedoch die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen der Arbeit mit einzelnen Freelancern vorgezogen.

Natürlich gibt es auch hervorragende SaaS-Entwickler, die freiberuflich tätig sind. Die Zusammenarbeit mit Freelancern bringt jedoch gewisse Besonderheiten mit sich. Freelancer schätzen ihre Freiheit und haben oft Schwierigkeiten, Deadlines zuverlässig einzuhalten. Außerdem kann ein Freelancer mehrere Aufträge gleichzeitig haben – und deiner ist dann möglicherweise nicht seine oberste Priorität.

Die Zusammenarbeit mit einem SaaS-Entwicklungsunternehmen ist in dieser Hinsicht von Vorteil. Sobald du einen Vertrag mit einem solchen Unternehmen abschließt, werden Umfang, Konditionen und Deadline direkt zu Beginn festgelegt. Darüber hinaus legt das Unternehmen großen Wert auf seinen Ruf, da die Nachfrage nach seinen SaaS-Entwicklungsleistungen direkt davon abhängt. Verspätete Lieferungen kommen für sie schlicht nicht infrage – du kannst also deutlich entspannter in Bezug auf Fristen sein, wenn du mit einem SaaS-Entwicklungsunternehmen zusammenarbeitest.

Eine weitere gute Option ist die Einstellung eines ausgelagerten Teams von SaaS-Entwicklungsspezialisten. Manchmal kann es beispielsweise sinnvoll sein, einen Remote-CTO auf Teilzeitbasis hinzuzuziehen. Das erfordert jedoch die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Anbieter, der qualitativ hochwertige ausgelagerte SaaS-Teams bereitstellt – denn die eigenständige Suche nach einem solchen Anbieter, der das optimale Verhältnis aus Qualität und Preis bietet, ist alles andere als trivial.

Wie stellt man SaaS-Entwickler richtig ein?

Bevor du einen SaaS-Entwickler für dein Projekt einstellst, solltest du zunächst festlegen, welche Eigenschaften dieser unbedingt mitbringen muss:

Erfahrung ist unverzichtbar. Ein Entwickler mit Erfahrung in deiner Branche kennt deine Anforderungen bereits und kann sofort loslegen.

Das Honorar ist ein weiterer entscheidender Faktor. Wenn du deine Liste potenzieller Entwickler eingegrenzt hast, kannst du die Preise vergleichen und schauen, wer am besten zu deinem Budget passt. Denk dabei daran: Preis und Wert sind nicht dasselbe. Es gibt durchaus hervorragende Entwickler, die keine überzogenen Stundensätze verlangen.

Kommunikation ist das A und O – schließlich wirst du regelmäßig mit deinem Entwickler sprechen müssen. Die besten Kandidaten sind diejenigen, die ihre Gedanken klar und verständlich ausdrücken können. So minimierst du das Risiko, dass Missverständnisse in der Kommunikation die Entwicklung deiner SaaS-Anwendung ausbremsen.


Sobald du deine Kandidatenliste eingegrenzt hast, ist es Zeit, potenzielle SaaS-Entwickler zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen. Im Interview solltest du gezielte Fragen stellen, um mehr über die Person zu erfahren und herauszufinden, ob sie wirklich zu deinem Unternehmen passt.

Hier sind die wichtigsten Fragen, die du stellen solltest:

Wie lange arbeiten Sie schon in diesem Bereich? – Auch wenn die Frage banal klingt, ist sie wichtig: Du musst sicherstellen, dass der Entwickler ein seriöser Fachmann mit nachweisbarer Erfolgsbilanz ist. Ein absoluter Berufseinsteiger ohne jegliche Erfahrung ist schließlich nicht das, was du suchst.

Welche bisherigen Projekte haben Sie umgesetzt? – Prüfe, ob der SaaS-Entwickler bereits Erfahrung in deiner Branche mitbringt. Stelle außerdem sicher, dass er ein grundlegendes Verständnis deines Unternehmens hat – das macht es ihm leichter, deine Anforderungen zu verstehen und die passende Softwarelösung zu entwickeln.

Wie gehen Sie bei der Produktentwicklung vor? – Finde heraus, wie der Entwickler arbeitet und wie lange er schätzt, dass das Projekt dauern wird.

Frage außerdem, wie er typischerweise mit seinen Auftraggebern kommuniziert. Diese Informationen helfen dir dabei, realistische Zeitpläne und Zukunftspläne für deine Software zu erstellen.

Fazit

SaaS-Entwickler spielen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung neuer SaaS-Anwendungen – sie sind verantwortlich für Design, Entwicklung und Testing der finalen Lösung. Die Anforderungen an diese Spezialisten sind hoch, denn die Vielzahl an Aufgaben setzt ein breites Skill-Set voraus. SaaS-Entwicklungsingenieure findest du auf Freelance-Plattformen wie Upwork oder Fiverr, oder du beauftragst ein spezialisiertes SaaS-Entwicklungsunternehmen.

Alternativ kannst du auch ausgelagerte Back-Office-Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Jede dieser Optionen hat ihre Vor- und Nachteile – insgesamt ist jedoch die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen die bevorzugte Wahl. Wenn es darum geht, SaaS-Entwickler einzustellen, solltest du zuerst festlegen, welche Kriterien für dich am wichtigsten sind. Besonders empfehlenswert ist es, auf Erfahrung, Honorar und Kommunikationsfähigkeit zu achten. Nachdem du die Kandidatenliste anhand dieser Faktoren eingegrenzt hast, gilt es, die gewünschten Qualitäten im Vorstellungsgespräch zu bestätigen – und dann den passenden SaaS-Entwickler für dein Unternehmen zu finden.

Über die Autorin:

Anastasia Stefanuk ist eine leidenschaftliche Autorin und IT-Enthusiastin. Sie arbeitet als Content Managerin bei Mobilunity, einem Anbieter von dedizierten Entwicklerteams weltweit. Anastasia verfolgt die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Technologie, agiles Projektmanagement und Software-Wachstumsstrategien – und teilt ihr Wissen online, um Tech-Startups und Unternehmen auf dem neuesten Stand zu halten.

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