IT-Projektplanung ist ein entscheidender Bestandteil jedes IT-Vorhabens. Ob Startup oder Großunternehmen – wer nicht plant, riskiert das Scheitern. Entdecke die Anforderungen an die einzelnen Phasen einer effektiven Projektplanung, die dir helfen, typische Fehler zu vermeiden und das volle Potenzial deiner IT-Projekte auszuschöpfen.

Wer sich mit IT-Projektplanung beschäftigt, sollte die verschiedenen Phasen kennen, die ein Projekt durchläuft. Studien zufolge scheitern rund 70 % aller IT-Projekte – und das aus den unterschiedlichsten Gründen.

Sorgfältige Planung und konstruktive Abstimmungen kommen sowohl dem Team als auch dem Kunden zugute. Sie helfen dabei, fundierte Entscheidungen über benötigte Ressourcen und Zeitpläne zu treffen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Schauen wir uns die einzelnen Phasen eines typischen IT-Projekts an und klären, welche Anforderungen in jeder Phase erfüllt sein müssen.

Was sind die Phasen der IT-Projektplanung?

IT-Projektplanung

Die Entwicklung eines erfolgreichen IT-Produkts ist ein komplexer, mehrstufiger Prozess mit vielen unverzichtbaren Phasen. Einige davon können parallel ablaufen. Zu beachten ist, dass Outsourcing-Unternehmen die Phasen der Produktentwicklung unterschiedlich definieren. Wichtig ist jedoch, dass der gesamte Prozess für den Kunden vollständig transparent ist. Im Durchschnitt kann die IT-Projektplanung zwischen sechs und neun Monate in Anspruch nehmen.

Wie sieht der Lebenszyklus der IT-Produktentwicklung konkret aus? Werfen wir einen Blick auf den Entstehungsprozess eines IT-Projekts und die Anforderungen für ein hochwertiges Endprodukt:

1. Vorbereitungsphase

Bevor die eigentliche Projektentwicklung beginnen kann, ist es entscheidend, die Grundlagen für eine gute Zusammenarbeit zu schaffen und die wichtigsten Eckpunkte festzulegen. Der Entwickler sorgt dafür, dass der Kunde in einem angenehmen Arbeitsumfeld betreut wird.

Außerdem empfiehlt es sich, einen standardisierten Task Tracker sowie Instant-Messaging-Tools einzusetzen, damit die Kommunikation reibungslos funktioniert. Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist es wichtig, dass der Auftragnehmer die Erwartungen des Kunden versteht und berücksichtigt.

2. Analyse

In dieser Phase legen Kunde und das Outsourcing-Team gemeinsam die Entwicklungsziele fest, dokumentieren Geschäftsanforderungen, Nutzeranforderungen und weitere relevante Punkte. Diese Phase findet in der Regel in Form von Gesprächen statt, an denen beide Seiten beteiligt sein müssen. Dabei kommt es vor, dass der Kunde bestimmte Feinheiten der Produktentwicklung noch nicht kennt.

Im Rahmen der Informationserhebung werden alle notwendigen Details geklärt. Die zentrale Aufgabe der Analysephase besteht darin, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und vorauszudenken.

Darüber hinaus müssen Optionen zur Optimierung des Entwicklungsprozesses erarbeitet werden. Je mehr Informationen der Kunde bereitstellt, desto präziser wird das Lastenheft – und desto besser fällt das Endergebnis aus.

3. Projektbewertung

Bei IT-Projekten ist es wichtig, jede Phase des Projektzyklus sorgfältig zu bewerten, um sicherzustellen, dass alles nach Plan verläuft. So lassen sich potenzielle Probleme frühzeitig erkennen und der erfolgreiche Abschluss des Projekts sicherstellen.

In dieser Phase werden die zentralen Aufgaben definiert, die zur Erreichung der Projektziele notwendig sind. Außerdem sollten mögliche Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet werden.

Im Anschluss daran kann mit der Planung und Verteilung der Ressourcen begonnen werden. Außerdem gilt es, einen Zeitplan mit klar definierten Meilensteinen für das Projekt zu erstellen.

4. IT-Projektplanung

Eine kompetente Planung der Funktionalität des zukünftigen IT-Produkts sowie eine gründliche Anforderungsanalyse sind für den gesamten Projektverlauf entscheidend. Der Projektmanager trägt die Verantwortung für diese Phase und den gesamten Entwicklungsprozess.

Die Planungsphase beginnt, nachdem alle Fragen aus der Vorabbeurteilung beantwortet wurden. Sie umfasst folgende Teilschritte:

  • Zusammenstellung eines Teams aus freiberuflichen Webdesignern und Zuweisung von Rollen;
  • Erstellung einer Projekt-Roadmap mit Kontrollpunkten zur Ergebnisabstimmung;
  • Entwicklung der Software-Architektur;
  • Auswahl des Technologie-Stacks – dazu gehören Entwicklungstools wie Programmiersprachen, frameworks, Datenbankmanagementsysteme, Compiler und mehr.

Ein typisches Team, das an der IT-Projektplanung arbeitet, besteht in der Regel aus:

  • Projektmanager;
  • Business Analyst mit einem breiteren Aufgabenspektrum als zuvor der Manager;
  • UX/UI-Designer;
  • Entwickler;
  • Team Lead;
  • Systemarchitekt, der die Produktstruktur entwirft;
  • QA-Spezialist;
  • DevOps – als Bindeglied zwischen Entwicklung und Betrieb, Netzwerkinfrastruktur und dem deploy des Produkts.

Bei Bedarf kann das Team erweitert und auch externe Dienstleister hinzugezogen werden. So kann beispielsweise ein externer Schreibservice wie Best Writers Online dabei helfen sicherzustellen, dass schriftliche Inhalte fehlerfrei und strukturiert sind.

5. Design

Design

Erst nachdem Analyse und Projektbewertung abgeschlossen sind und eine Einigung mit dem Kunden erzielt wurde, können die Entwickler mit dem Design des IT-Projekts beginnen. Diese Phase besteht aus zwei Teilen:

1. UX-Entwicklung

UX ist verantwortlich für die Logik des Systemaufbaus sowie die Benutzerfreundlichkeit und Anpassungsfähigkeit des Produkts. Studien zeigen, dass rund 75 % der Befragten die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens anhand des Website-Designs und der Nutzerfreundlichkeit beurteilen. Deshalb ist es bei der Entwicklung von Systemelementen entscheidend, auf jedes Detail zu achten, das zu Verwirrung beim Nutzer führen könnte.

2. UI-Entwicklung

Diese Phase umfasst die Gestaltung von Interface-Elementen wie Blöcken, Schaltflächen und Icons, die zu einem fertigen Layout zusammengeführt werden.

Viele glauben, Design sei rein optisch. Tatsächlich prägt das Design maßgeblich die gesamte Nutzererfahrung:

  • Fühlt sich der Nutzer wohl?
  • Wie schnell findet er sich zurecht und findet, was er sucht?
  • Bekommt er schnell eine Antwort auf seine Fragen?
  • Kommt er gerne wieder?

Wenn das Verfassen klarer und prägnanter Inhalte – etwa für eine FAQ-Sektion – schwerfällt, können Schreibdienste wie Trust My Paper weiterhelfen. Kurz gesagt: Je einfacher es für den Nutzer ist, das gewünschte Ergebnis zu erzielen und die gewünschte Aktion auszuführen, desto klarer wird das Interface des IT-Produkts. All das hängt direkt von der Qualität des UX/UI-Designs ab.

6. Entwicklung

Die Entwicklungsphase umfasst die Umsetzung der Kundenwünsche in konkrete, praktische Schritte. Das sprint-basierte Entwicklungsmodell hat sich dabei als besonders geeignetes Format bewährt. Das Outsourcing-Team arbeitet entlang der Projekt-Roadmap und präsentiert dem Kunden nach jedem Abschnitt die erzielten Ergebnisse.

Sprint-Entwicklung ist praktisch und effizient. Sie ermöglicht schnelles Feedback, eine flexible Reaktion auf Änderungen und die zügige Umsetzung von Anpassungen. Diese Methode gilt als iterativ, da sie auf einer agilen Vorgehensweise basiert.

7. Testen

Das Testen eines IT-Produkts ist eine der wichtigsten Phasen in der Entwicklung. Bevor eine neue Lösung für Endnutzer bereitgestellt wird, muss das Unternehmen vollständige Gewissheit über deren einwandfreie Funktionsweise haben.

Deshalb ist es wichtig, kritische bugs frühzeitig zu identifizieren, die Funktionalität des Produkts zu prüfen, eine gründliche Analyse durchzuführen und Verbesserungsempfehlungen umzusetzen. Dafür können QA-Engineers verschiedene Testmethoden einsetzen, darunter:

  • Modultests;
  • Integrationstests;
  • Funktionstests;
  • Abnahmetests.

8. Markteinführung des IT-Produkts

Nach Abschluss aller Testmaßnahmen und der Behebung von bugs ist es an der Zeit, das fertige Produkt zu launchen. Bis zu diesem Zeitpunkt stand das Produkt nur einem ausgewählten Kreis aus Entwicklern und Qualitätssicherungsspezialisten zur Verfügung.

Jetzt trifft das entwickelte IT-Produkt auf echte Nutzer. Diese Phase beinhaltet auch die Einrichtung von Monitoring-Tools, die dabei helfen, das Nutzerverhalten zu verstehen und das Produkt bei Bedarf gezielt weiterzuentwickeln.

9. Rechteübertragung

Nach dem erfolgreichen Launch des IT-Projekts und der vertraglich vereinbarten Leistungserbringung durch die Entwickler wird das fertige Produkt an den Auftraggeber übergeben. Ab diesem Zeitpunkt hat der Kunde die vollständige Kontrolle über alle Produktkomponenten und die zugehörige Dokumentation. Die genauen Bedingungen der Rechteübertragung sind im Kooperationsvertrag zwischen Kunde und Entwicklungsunternehmen festgehalten.

10. Technischer Support

In der Regel benötigt jedes IT-Produkt nach dem Launch zusätzlichen technischen Support. Die Entwicklerseite kann dabei zeitlich begrenzten oder kontinuierlichen Support anbieten.

Auf diese Weise lässt sich das Ausfallrisiko nach der Einführung des neuen Systems minimieren und eine schnelle Wiederherstellung im Problemfall sicherstellen. Temporärer Support umfasst die Behebung potenzieller Mängel innerhalb eines definierten Zeitraums.

Wer regelmäßige Software-Updates und langfristige Stabilität möchte, sollte sich für kontinuierlichen technischen Support entscheiden. In diesem Fall sorgt das Entwicklerteam dafür, dass potenzielle Störungen schnell und für Kunden sowie Nutzer unbemerkt behoben werden.

Der technische Support wird üblicherweise auf drei Ebenen angeboten:

  • Ebene eins. Einfache Anfragen, die keinen großen Aufwand oder spezialisierte Unterstützung erfordern;
  • Ebene zwei. Erweiterte Unterstützung durch Mitarbeitende mit tieferem Produktwissen. Diese müssen nicht zwingend technische Spezialisten sein, kennen das Produkt jedoch sehr gut;
  • Ebene drei. Expertenlevel mit Einbindung erfahrener Spezialisten: Produktmanager und Ingenieure.

Darüber hinaus gibt es auch eine Null-Support-Option in Form von Broschüren oder Bedienungsanleitungen.

Fazit

Jetzt, da du alle Anforderungen kennst, ist es Zeit, deine IT-Projektplanung ernsthaft anzugehen. Keine Sorge, wenn die Komplexität am Anfang überwältigend wirkt.

Letztendlich hängt der Erfolg eines Projekts von vielen Faktoren ab – vom benötigten Aufwand bis hin zu den eingesetzten Ressourcen. Wer jedoch jeden Schritt sorgfältig durchdenkt und Schritt für Schritt vorgeht, legt den Grundstein für ein erfolgreiches Ergebnis.

Über den Autor:

Anna content writer Anna entdeckte ihre Leidenschaft fürs Schreiben bereits während ihres Studiums. Nach ihrem Abschluss am Fachbereich für Übersetzer und Dolmetscher stellte sie fest, dass das Schreiben sie weit mehr begeisterte als das Übersetzen. Heute verfeinert sie ihre Fähigkeiten als freiberufliche Autorin und schreibt zu den unterschiedlichsten Themen. Bei jedem Beitrag und jedem Artikel gibt sie stets ihr Bestes.

Kategorisiert in:

Projektmanagement,